Archiv 2016

Marlis Kuhlmann holt Silber in Brinkum

Der Sportverein FTSV Jahn Brinkum verfügt über einen gepflegten Bouleplatz mit 16 Bahnen. Am Eröffnungstag des Bremer Freimarkts wird dort das „Freimarkt- Turnier“ als Supermelée Triplette ausgerichtet Supermelée bedeutet, dass die Mannschaften für jede Runde neu ausgelost werden. Jeder Spieler hat nur zwei Kugeln, daher gilt das Triplette Supermelée als anspruchsvoll. Gespielt wurden drei Runden, nach denen die sechzehn besten Spieler um die Medaillen kämpften.

Am 15.10. waren dreizehn von 85 Startern in Brinkum vom SV Essel. Das Halbfinale überstand Marlis Kuhlmann, die als gute Legerin bekannt ist, aber auch „schießt“. Im Finale wurde sie mit Martin Kuball vom VFPS Osterholz-Scharmbeck und Frank Winkel von der BG Bremen zusammengelost. Konzentriert und ruhig legte sie jeweils die erste Kugel ihrer Mannschaft, häufig dicht an die Sau und mit Szenenapplaus, wenn die Sau dabei noch ein Stückchen mitgezogen wurde. Nach zeitweiser Führung blieb das Team dann bei 8 stehen und musste sich 8:13 geschlagen geben.

Jeweils Gold, ein „Ischa Freimarkt“ Lebkuchenherz und eine Flasche Pastis erhielten Jörn Herzog (Jever PC) mit Rudi Jesse und Joachim Riekers (bg Bremen).

Marita von Frieling (SV Essel) und Horst Schmidt (SG Bremen, SV Essel) erreichten mit ihren Teams jeweils zwei dritte Plätze.

Für viele Spieler in Norddeutschland ist die Teilnahme in Brinkum ein „Muss“.

Michael Kuschkowitz

 

Alles außer DM-Doublette (2:2)

Die Esseler Boulisten sind in 2016 quantitativ in Sachen Teilnahme an deutschen Meisterschaften so erfolgreich wie noch nie.

V.l.n.r.: Kerstin Allkämper, Hilda Oppermann, Angela

Nun war mit Angela Lenthe auch bei der DM Frauen in St. Wendel (Saarland) eine weitere Teilnehmerin aus Essel am Start. Mit Spielpartnerinnen aus Halle (Weserbergland) und Göttingen im Team Niedersachsen 5 gewann sie im Pool (4 Teams) das erste Spiel gegen Rheinland-Pfalz nach 90 Minuten mit 13:7. Dann wurde, wiederum nach 90 Minuten, gegen Nordrheinwestfalen 8:13 verloren. Das dritte Spiel, die Barrage (Entscheidungsspiel) war entscheidend für das Weiterkommen im A-Turnier. Nach wiederum 90 Minuten mussten sich die Niedersachsen mit 11:13 geschlagen geben. Fazit: weiter im B-Turnier. Ohne grosse Pause, bei herrlichem Sonnenschein, erneut ein sehr langes, spannendes Spiel. Am Ende behielt Team NRW 5 mit 9:13 die Oberhand. 

Die Niedersachsen-Teams

Aber es gab am Ende doch noch ein Highlight: NiSa 1 wurde Deutscher Meister. Damit war im Vorfeld nicht zu rechnen, umso größer am Ende der Jubel der gesamten Nisa-Truppe. Noch erwähnenswert ist der gute Zusammenhalt unter der Führung des Delegationsleiters Manfred Grupe.

Der SV Essel konnte in diesem Jahr Teilnehmer zur Einzelmeisterschaft, zur DM Triplette und zur Veteranen (55+) schicken. Wenn auch der Erfolg ausgeblieben ist, ein Erlebnis war es allemal.

Die Goldmedaillen waren zum Greifen nah

Drei Pétanque Mannschaften aus dem Heidekreis hatten sich in Essel für die Deutsche Meisterschaft im Triplette 55+ qualifiziert. Die Vorfreude wich bei Einigen allmählich einer gewissen Aufregung. Schließlich würde man am 17. September in Furth im Wald (Bayerischer Wald) auf die besten Mannschaften des Landes treffen.

Diejenigen, die schon am Freitag anreisten, schliefen nicht nur deswegen schlecht: viele Sportler wurden von den angekündigten Starkregenfällen aus dem Schlaf geweckt. Sie fanden völlig durchnässte Wege und Plätze vor. Der Dauerregen zeigte, wer geeignete Sportkleidung hatte.

Die Esseler Spieler Marita von Frieling, Hella Mrugowski und Uwe Henneberg (NiSa09) gewannen das erste Spiel gegen eine Mannschaft aus NRW, verloren aber das darauf folgende gegen eine Auswahl aus Hessen 11:13 – ein echtes Kopf-an-Kopf-Spiel, das auch anders hätte ausgehen können. Weniger Fortune war dem Team NiSa17 Irmela Maaß, Herbert Schiesgeries und Michael Kuschkowitz beschieden, das die beiden ersten Begegnungen verlor. Immerhin: das gesteckte Ziel, kein Spiel zu Null zu verlieren, hatten bis zu diesem Zeitpunkt alle Heide-Mannschaften erreicht, auch Team NiSa16, die Düshorner Bodo Netter, Lothar Precht und Klaus Steiner.

Alle Mannschaften, die weniger als zwei Siege erzielten, spielten im B-Turnier weiter. Der Dauerregen ließ allerdings viele Spieler vorzeitig nach Hause fahren. Auf ein drittes Spiel ließen sich noch die Esseler ein, die dann aber ein zweites 11:13 und leider auch ein 0:13 „kassierten“.

 

Den Sonntag verbrachten die sechs Esseler Spieler dann noch als Zuschauer vor Ort. Die spannenden Finals verbrachten sie in der Nähe des Tisches, auf dem die Medaillen bereit lagen. Diese waren sozusagen „zum Greifen nah“. Sie wurden dann Daniel Härter, Jean-Luc Testas und Peter Weise aus Baden-Württemberg umgehängt, die gegen sämtliche Herausforderer in acht Spielen gewonnen hatten.

Trauer um Axel Becker

Wir trauern um unseren Vereinskameraden Axel Becker. Axel ist nach langer, schwerer Krankheit am 6. September verstorben.

In der Boulesparte war Axel Becker mit seiner Frau Jarmila (Jarka) von Anfang an dabei. Viele Jahre hat er als Platzwart die Außenanlagen in Schuss gehalten - ruhig, fleißig, zuverlässig. Er baute unter anderem bei den „hinteren Plätzen“ die Bänke und die Hütte. Für den NPV stand er als Schiedsrichter auf dem Platz.

Als Mitspieler war Axel immer hilfsbereit: er gab Tipps, zeigte seinen Spielpartner(inne)n Möglichkeiten. Er spielte ruhig und unaufgeregt - und er gab niemals auf. Axel brachte viele Medaillen und Pokale nach Hause und war häufig unter den Siegern der Vereinsmeisterschaften. Als erstes und bisher einziges Esseler Team gewannen Axel Becker und Charles Theyssen das Allertal-Turnier 2008.

In den letzten Jahren wurde es berufsbedingt etwas ruhiger um Axel. Er blieb ein starker Ligaspieler und nahm an vielen Wettbewerben teil.

Als Axel an Krebs erkrankte, machte er daraus kein Geheimnis und nahm den Kampf gegen seine Krankheit auf. Er kam weiterhin zu Wettbewerben und spielte in der Liga. Zuletzt erschien er zur Landesmeisterschaft Triplette 55+, verließ den Platz aber kurz darauf wieder und begab sich ins Krankenhaus. Das war das letzte Mal, dass wir Axel gesehen haben. Wir sind sehr traurig.

Die Boulisten des SV Essel

1000 Kilometer für 5 Euro Preisgeld

...macht einen halben Cent pro Kilometer – wenn man nur die Hinfahrt rechnet! Angela und Robby Lenthe waren die einzigen deutschen Gewinner beim Bouleturnier in Condé sur Sarthe in der Normandie.

Seit langem fahren einige Boulisten alle zwei Jahre zu Freunden in der Nähe von Alençon. Diese Freundschaften sind aus dem Fußballer-Austausch zwischen Bothmer und Condé entstanden, der seit 43 Jahren existiert. Im Sep­tem­ber findet dort ein Straßenfest statt, dessen Höhepunkt ein offenes Boule-Turnier ist. Zu­ge­geben, als deutscher Gast hat man wenig Chancen gegen die Fran­zosen.

Zum Glück ging es nicht nur ums Boulespiel. Die Freunde in Condé richten jedes Jahr ein um­fang­reiches Programm für ihre Gäste aus Essel aus. Neben dem Straßenfest in Condé mit Rummel­platz und Flohmarkt ging es in diesem Jahr zum Ha­ras du Pin, dem traditionsreichen nationalen Ge­stüt aus der Zeit des Sonnenkönigs. Auf dem Weg dorthin wurde Picknick im Wald gemacht, in­klu­sive einem Boulespiel mitten im Wald.

Im Wechsel kommen die Gastgeber im darauf folgenden Jahr nach Essel – einige der Freunde sind hier auch schon bekannt (vgl. „25 Jahre Boule in Essel“ auf dieser Seite). Unser Dank geht an Moune & Michel, „Bibique“ & „Popof“, Michèle & Jean-Claude.

Wir machen uns schon Gedanken darum, was wir unseren Gästen im nächsten Jahr bieten können.

Angela, Heiko, Angela und Robby, Irmela und Michael

Teilnahme Deutsche Meisterschaft Triplette 55+

Bei der LM am 20. August haben sich zwei Teams des SV Essel für die DM qualifiziert. Dies stand schon kurz nach Abschluss der Spiele fest, da vier Mannschaften im oberen Feld bereits eine Teilnahme für sich verneint hatten. Die DM findet Sa./So. 17.-18. September in Furth (Bay. Wald) statt.

Das Team Irmela Maaß - Michael Kuschkowitz - Herbert Schiesgeries erzielte das beste Turnierergebnis im Heidekreis, hat jedoch nicht so viele Ranglistenpunkte zu bieten wie andere und bildet daher „NiSa 17“. Hella Mrugowski und Marita v. Frieling gehen mit Uwe Henneberg, der für Sigrid Garner einspringt, an den Start. Auch hier gilt: nicht der Listenplatz zählt, sondern das Turnierergebnis.

Archiv 2015

25 Jahre Boule in Essel

„Ich bin hier in einem Kaff in der Pampa!“, beschrieb ein Spieler seinem Gesprächspartner am Telefon, wo er das Wochenende vom 21. bis 23. August verbringt. In Essel stand dies ganz im Zeichen der Stahlkugeln, denn es gab die 25-jährige Wiederkehr der Gründung der Boule-Sparte des SV Essel zu feiern. Gelegenheit gaben das 25. Allertal-Turnier am Sonnabend und das 11. Leinetal-Turnier am Sonntag.

Schon am Freitag waren zahlreiche Boulisten angereist, darunter sieben langjährige Freunde aus Condé-sur-Sarthe (Normandie). Wer nicht bei Gastgebern oder in einer Pension unterkam, konnte die Nacht auf dem Vereinsgelände im eigenen Zelt oder Wohnwagen ver­bringen. Die Kugeln flogen bei kleinen Turnieren bis weit nach Mitternacht.

In seiner Eröffnungsrede am Sonnabend wies Spartenchef Robby Lenthe auf die Hilfe durch den Verein, die vielen Helfer und die Esseler Dorf­gemeinschaft hin, die dieses Boule-Wochenende erst möglich gemacht hatten. Er würdigte seinen Vorgänger Paul von Hugten, der die Sparte seiner­zeit aus der Taufe gehoben hatte. Seitdem hat der Verein einen Ruf als Aus­rich­ter von überregionalen Turnieren erworben, für die mancher Spieler gern weite Strecken zurücklegt.

Die Teilnahme war vorsorglich auf 100 Doublettes begrenzt worden. Gegen 22 Uhr gingen Jascha Buchner von der SG Findorff und Frank Günther vom BV Ibben­bühren als Sieger hervor. Die beiden sympathischen Spieler hatten dieses Turnier schon im Vorjahr ge­wonnen. Das B-Turnier gewannen Roswitha Perrey vom SV Essel und Horst Schmidt von der SGF Bremen.

 

Auf dem Foto links: Jascha Buchner, rechts Frank Günther.

v.l.n.r.: M. Jeanjean, A. Lenthe, H. Fleischer

Bei strahlendem Sonnenschein maßen am Sonntag 75 Triplettes, immerhin 225 Spieler, ihre Kräfte und ihre Geschicklichkeit – auch ein Rekord. In der Nacht standen Sascha von Pleß (Osterholz) und Mika Ever­ding (Luhden) mit Lutz Richardt (TSV KK) als Sieger fest. Angela Lenthe brachte es mit Heiko Fleischer aus Schwarmstedt und Michel Jeanjean aus Condé-sur-Sarthe bis in B-Finale. Arne Theyssen gewann mit Michael Berg und Wilfried Sell aus Hannover das D-Turnier.

Für die Ausrichter, Helfer und Gäste war es ein rundherum gelungenes Wochenende.